Johannes Keferböck Viele internationale Starter, aber auch ein großes Aufgebot an Steirern: die Rebenland-Rallye verspricht Spannung in allen Klassen.


Noch zwei Tage bis zur Rebenland Rallye 2019. In Leutschach an der Weinstraße in der Südsteiermark brennt praktisch bereits der Asphalt in Erwartung der besten Rallye-Asse des Landes. Und dieses elitäre Feld wird noch durch schnelle Piloten aus Deutschland, Italien, Tschechien, Rumänien, der Slowakei und der Schweiz aufgewertet.

Die Rebenland Rallye ist die zweite Station im heimischen Meisterschaftskalender. Die Rallye zählt zur Österreichischen Rallye Staatsmeisterschaft 2019 (ORM), zur Österreichischen 2WD-Rallye Staatsmeisterschaft (ORM 2WD), zur Österreichischen Junioren Rallye Staatsmeisterschaft, zur Historic Rallye Staatsmeisterschaft 2019, zum Österreichischen Rallyecup der AMF 2019, zum Historic Rallyecup der AMF 2019, zum Auftakt des Mitropa Rally Cups 2019 und zum Auftakt des M1 Rallye Masters 2019.

In der Königsklasse ORM muss das Duo Julian Wagner und Hermann Neubauer - ob gewollt oder ungewollt - mit der Favoritenrolle leben. Zu überzeugend war der Auftritt des Oberösterreichers Julian Wagner beim Meisterschaftsauftakt in Freistadt, den er mit seinem Skoda Fabia R5 mit über acht(!) Minuten Vorsprung gewann. Und ebenso unbestritten ist auch die Klasse des Salzburgers Hermann Neubauer (Ford Fiesta R5), der 2016 bereits den Staatsmeistertitel holte und mit einer sehr gelungenen Generalprobe, dem Sieg bei der kroatischen Rally Kumrovec, nach Leutschach kommt. Günther Knobloch Die Rebenland-Rallye 2019 verspricht Spannung in allen Klassen - Foto: Harald Illmer

In Lauerstellung liegt jedoch ein extrem starkes Verfolgerfeld: Johannes Keferböck hat letztes Jahr mit dem Vizemeistertitel stark aufgezeigt und kommt, kongenial unterstützt von seiner Weltklasse-Copilotin Ilka Minor, immer besser mit seinem Skoda Fabia R5 in Fahrt. Dasselbe trifft auf Keferböcks oberösterreichischen Landsmann Gerhard Aigner zu. Der Vorchdorfer sitzt wie Julian Wager in einem Skoda Fabia R5 aus dem BRR Team von Rekordmeister Raimund Baumschlager und hat mit dem routinierten Beifahrer Sigi Schwarz ein weiteres Ass im Ärmel.

Der Grazer Günther Knobloch bringt erstmals in der ORM einen Skoda Fabia R5 an den Start. Er ist vom Fahrerischen genauso in der Lage, vorne mitzumischen wie der Ex-Staatsmeister und aktuelle Rally-Mallorca-Sieger Kris Rosenberger mit seinem Porsche 997 GT3. Da können beide ihre  Erwartungshaltung noch so geschickt niedrig halten.

Aus ausländischer Sicht ist wohl der Tscheche Jan Cerny im Skoda Fabia R5 am gefährlichsten. Ein zweiter Platz im Rebenland 2018 ist wohl eine eindrucksvolle Visitenkarte, die der ehemalige 2WD-Europameister mitbringt-

In der 2WD-Staatsmeisterschaft darf man sich auf ein steirisches Duell zwischen dem Jännerrallye-Sieger Martin Ritt (Volvo 740GL) ist und Enrico Windisch im Citroen C2R2 Max freuen. Ihnen droht freilich übermächtige Konkurrenz. Hermann Gassner jun. ist mit seiner österreichischen Copilotin Ursula Mayrhofer Topfavorit und hat diese Rolle mit einem dritten Platz bei der Saarland Pfalz Rallye, dem Auftakt zur deutschen Meisterschaft, eindrucksvoll unterstrichen. Der Deutsche mit dem Toyota GT86 CS-R3 ist jedoch in Österreich nicht punkteberechtigt,.wiewohl sein Fokus sowieso auf der Mitropacup-Wertung liegt. Dort ist jedoch nicht nur der Junior in der 2WD-Wertung Favorit, sondern auch Hermann Gassner sen. mit dem Mitsubishi Lancer Evo X bei den Allradlern.

Julian Wagner Illmer Julian Wagner - er gewann der Auftakt der Staatsmeisterschaft - Foto: Harald IllmerDefinitiv nicht dabei ist Opel-Corsa-Pilot Hansjörg Matzer. Der beliebte Steirer musste seinen Start in Leutschach krankheitsbedingt leider endgültig absagen.

Spannung verspricht auch die Junioren-Staatsmeisterschaft, wo vor allem die beiden Steirer Martin Ritt (Volvo 740 G) und Michael Röck (Opel Adam R2) zum Angriff auf  Alexander Baumgartner im historischen VW Käfer blasen. Der Oberösterreicher führt nach seinem Sieg bei der Jännerrallye die Meisterschaftswertung an.

Der Rallye Cup der Austrian Motorsport Federation (AMF) wird in zwei Kategorien ausgetragen – dem Rallye Cup und dem Rallye Cup 2000. Im Rallye Cup darf sich vor allem Routinier Robert Zitta (Subaru WRX) gute Chancen ausrechnen. Aber auch Christian Windischberger (Subaru WRX), Christian Luif (Mitsubishi Evo IX), Andreas Schart (Mitsubishi Evo IX), Hans-Peter Haid (Mitsubishi Evo X), Herbert Weingartner, Hermann Haslauer (beide Subaru Impreza), Harald Schloffer (Mazda 323 GTR), Martin Kainz (D/Mitsubishi Evo IX) bzw. Zoltan Laszlo aus Ungarn (Mitsubishi Evo X) sind jederzeit für einen Spitzenplatz gut.
Im Rallye Cup 2000 zählen die Steirer Martin Pucher (Citroen Saxo), Michael Röck (Opel Adam R2) oder auch Enrico Windisch (Citroen C2 R2 Max) genauso zum engeren Favoritenkreis wie der Niederösterreicher Alois Handler (Peugeot 207 R3).

Letztendlich obliegt in der Historischen Staatsmeisterschaft (HRM) die Favoritenrolle dem Niederösterreicher Gerhard Openauer (Ford Escort RS2000). Er muss  sich mit dem Wiener Goran Dokic (Ford Escort MK1 RS2000), dem Steirer Helmut Schwab (Mitsubishi Lancer 2.0 Turbo), dem Vorarlberger Richard Ronay (Ford Escort RS1800), dem Kärntner Walther Stietka ((VW Käfer 1302), dem Niederösterreicher Hans Wieger (Ford Escort 1600) und dem oberösterreichischen Meisterschafts-Leader Alexander Baumgartner (VW Käfer) messen.

Im Historischen Rallye Cup (HRC) ist sind als einziger Jännerrallye-Starter der Oberösterreicher Günter Königseder (Lancia Delta Integrale) und der Steirer Matthias Haas (BMW 318iS) auch im Rebenland dabei, weshalb die beiden schon mit 25 bzw. 18 Punkten vor ihren Leutschacher Mitstreitern liegen. Hier droht ihnen jedoch von den Italienern Daniele Stekar (Renault 5 Alpine) und Elvio Volpato (Toyota Corolla GT 1600) große Gefahr.

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