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180916 P9 Imola 88 DH 0913Durch den Doppelsieg von Stephan Rupp in Imola wird die Entscheidung in der Sports Car Challenge 2018 auf das Finale am Nürburgring verschoben.

 

Mit einem Doppelsieg des Schweizers Stephan Rupp (Liegier Nissan LMP3) endete der vorletzte Saisonlauf der SportsCar Challenge im italienischen Imola. Wolfgang Payr (PRC Audi Turbo) und Jacques Breitenmoser (PRC Ford) kletterten jeweils einmal als Gesamtzweiter und Gesamtdritter mit auf das Gesamtpodium.

Bereits im Qualifying hatte der Ligier Pilot vor Breitenmoser und Payr mit einer 1:42,4 die Bestzeit vorgelegt und startete als Favorit ins erste Rennen. Zunächst war es aber dessen Landsmann Breitenmoser, der beim Start die besseren Karten erwischt hatte. Der PRC Pilot behauptete die Führung vor Rupp und Payr. Im Laufe des Rennens konnte Breitenmoser sogar einen kleinen Vorsprung herausfahren, ohne sich aber entscheidend absetzen zu können. Hinter Breitenmoser kämpften Rupp und Payr um Gesamtposition zwei, wobei Rupp zwischendurch auf Platz drei verdrängt wurde. 180916 P9 Imola 88 DH 2739Rund 20 Boliden gingen bei der SCC in Imola an den Start
Foto: Dirk Hartung/Agentur Androidandfreak.info
Payr machte nun Druck auf den Führenden Breitenmoser, der plötzlich langsamer wurde. Payr nutze die Chance und ging innen an dem Schweizer PRC Piloten vorbei, der kurz darauf die Box ansteuern musste. Starke Vibrationen vom Unterboden her zwangen Breitenmoser zu dem Zwischenstopp. Damit war er aus dem Spiel. Payrs Führung indes hielt nicht lange und der Österreicher musste sich den Angriffen von Stephan Rupp beugen. Rupp konnte aber nicht entscheidend wegfahren und hatte Payr ständig im Rückspiegel. Drei Minuten vor Rennende fiel jedoch die Vorentscheidung. Wolfgang Payr fabrizierte einen Dreher, wodurch der Ligier sich entscheidend absetzen konnte. Ein nochmaliger Dreher kurz vor Schluss brachte die endgültige Entscheidung zu Gunsten von Rupp. Breitenmoser wurde noch Gesamtdritter vor Wolfgang Tscherl (Tork BRS), der damit die Histo Wertung gewonnen hatte. Der Sieg in der Division 2 ging an Mike Fenzel (Radical SR 3 Turbo) vor Andreas Hasler aus Österreich.

Rennen zwei war zunächst ein Spiegelbild des ersten Umlaufs. Erneut erwischte Breitenmoser den besseren Start und katapultierte sich an die Spitze vor Payr und Rupp, die den Führenden sofort unter Druck setzten. In den ersten Runden entwickelte sich ein spannender Dreikampf um die Führung, wobei der Ligier Pilot zunächst etwas ins Hintertreffen geriet. Dann kam wie schon im ersten Rennen der Angriff von Wolfgang Payr. Dieser hatte sich innen neben Breitenmoser gesetzt und in der folgenden Kurve die Führung erobert. Zwischen die Kontrahenten der Sports Car Challenge hatte sich mit Ranieri Randaccio (Lucchini BMW 6Zyl. 3,2l) ein Starter der gemeinsam gestarteten italienischen Master Tricolori Prototipi eingereiht, der ebenfalls hinter Payr zurückfiel. Dieser setzte sich mehr und mehr ab. Hinter dem Österreicher geriet Breitenmoser zunehmend unter Druck durch Rupp. Aber wie schon im ersten Rennen erwischte es Pechvogel Payr erneut. Auf einer Ölspur rutsche der PRC Audi Pilot aus und fabrizierte einen Dreher. Das warf ihn weit zurück. Breitenmoser und Rupp gingen vorbei. Der Kampf um die Spitze ging zunächst ohne den Österreicher weiter. Breitenmoser indes konnte dem Druck des Ligier nicht standhalten und musste ihn ziehen lassen. Stephan Rupp vergrößerte seinen Vorsprung und fuhr den zweiten Sieg des Wochenendes nach Hause. Inzwischen tauchte Payr im Rückspiegel von Breitenmoser auf. Durch das gesamte Feld gepflügt lag dieser in Schlagdistanz zu Breitenmoser und kam letztendlich erneut vorbei. Andreas Hasler siegte in der Division 2. Wolfgang Tscherl gewann erneut die Wertung der Historischen. 180916 P9 Imola 88 DH 2430Dreher von Mayr führte zu einem Abbruch des 2. Rennens

Durch die beiden dritten Plätze von Jacques Breitenmoser wurde die Meisterschaftsentscheidung bis zum Saisonfinale am Nürburgring in wenigen Wochen vertagt. Dort wird es noch einmal richtig spannend. Zufrieden äußerte sich Serienchef Walter Pedrazza mit der Veranstaltung im italienischen Imola. „Imola war nach längerer Zeit wieder mal eine tolle Peroni Veranstaltung. Mit den italienischen Prototypen waren die Rennen spannend und gegenüber 2017 haben die Italiener gut aufgerüstet. Es war ein schönes Feld mit über 20 Autos.“

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